Talk-Abend der Tirschenreuther CSU lockt viele Interessierte an

By | 11. Juli 2017

Eine informative Veranstaltung, verpackt in einen lockeren Talk-Abend, und musikalisch schwungvoll umrahmt von der Falkenberger Zoiglmusik durften die zahlreichen Gäste im Garten des „Postgassl-Zoigls“ kürzlich erleben. Die Verantwortlichen des CSU-Ortsverbandes beschritten mit dieser Art des Fraktionsberichtes der CSU-Stadtratsfraktion neue Wege und konnten auf Anhieb den ersten Erfolg verbuchen.

Mit Thomas Bärtlein, dem wohl bekanntesten Gesicht des Oberpfalz TV, hatte sich Vorsitzender Huberth Rosner einen adäquaten Moderator ins Boot geholt. Bärtlein, der selbst langjährige Erfahrung als Stadtrat hat, kannte sich auch in der Kreisstadt recht gut aus. Ist er doch seit Jahren sehr oft vor Ort. Für den CSU-Abend hatte sich Thomas Bärtlein eine Reihe an Fragen vorbereitet, die sich nicht nur mit der Politik vor Ort befassten. Die städtische Entwicklung, die Situation der Wirtschaft, die geplante Stromtrasse und vieles mehr wurden angesprochen. Bürgermeister Franz Stahl, 2. Bürgermeister und CSU-Fraktionsvorsitzender Peter Gold und Vorsitzender Huberth Rosner beantworteten die ihnen gestellten Fragen ausführlich.

 

Eines der ersten Themen befasste sich mit der Asylpolitik der letzten beiden Jahre. Huberth Rosner verwies auf die Situation vor Ort. Tirschenreuth habe seit Jahren eine Asylbewerberunterkunft und dort würden sich sehr viele ehrenamtliche Helfer zum Wohle der ausländischen Bewohner engagieren. Die Situation 2016 sei schon extrem gewesen, aber „Tirschenreuth blieb cool, auch wenn vieles gemeistert werden musste!“ Peter Gold, der auch beruflich von dieser Thematik stark betroffen ist, fragte im Gegenzug: „Wie hätte man sich denn verhalten sollen? Es standen hunderttausende an den Grenzen, mit dem erklärten Ziel „Deutschland“. Schon damals habe die CSU u.a. auf eine ordentliche Registrierung gedrungen. Heute wisse man von der Richtigkeit der damaligen Forderungen. Aber, spannte er den Bogen zur heimischen Situation, als Franz Stahl 2002 zum Bürgermeister gewählt wurde, hatte er als eine seiner ersten Aufgaben 300 Asylbewerber unterzubringen. Der Bau des Asylbewerberheimes stand an und die damalige Entscheidung war richtig, erklärte er.

 

Auf das Thema Bürgerentscheide der letzten Jahre angesprochen, vermittelte Franz Stahl seine Ansicht deutlich: „Politik ist ein Marathonlauf. Da braucht es Durchhaltevermögen. Unsere Politik umfasst nicht nur eine Wahlperiode. Wir denken in die kommenden 20 Jahre. Für uns ist nachhaltige Politik die beste.“ Die CSU habe überzeugend gearbeitet, dies hätten auch die Kritiker anerkannt.

Die emotionale Einstellung der Stadt zur Kommunalpolitik habe sich durchaus gewandelt. Der Weg sei nicht immer leicht gewesen. Doch die Bürger hätten sich vermehrt eingebunden. Etwa bei der Evaluierung des Stadtentwicklungskonzeptes hätten besonders zwei Fragen große Motivation für seine Arbeit gebracht. Die Frage der Bewertung der Stadtentwicklung der vergangenen zehn Jahre und die der kommenden zehn Jahre. Fast 90 % der befragten Bürger/Innen habe die Entwicklung in den letzten zehn Jahren sehr positiv gesehen und würden auch die Entwicklung in den kommenden zehn Jahren mehr als positiv bewerten. „Unsere harte Arbeit hat sich gelohnt.“ Stahl verwies auf die Gartenschau, den daraus resultierenden Fischhofpark, den Cooltour-Sommer mit den vielen ehrenamtlichen Helfern aus den Vereinen. „Die Bürger/Innen stehen zu ihrer Stadt! Wir sind in Nordbayern regionaler Schwerpunkt!“

Mit der Filiale der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg, die in die ehemalige Polizeiinspektion einziehen werde, habe man auf einen Zeitungsbericht reagiert und nun könne im September schon der zweite Sprengel beginnen. Gleichzeitig werden beim Umbau des Gebäudes das Gebäude selbst und das umgebende Areal geschichtlich aufgearbeitet.

Auch der geplante „Erweiterungsring der Gartenschau“ sei schon in Planung und voraussichtlich werde nächstes Jahr damit begonnen. Das neue Feuerwehrgerätehaus, die geplante Umsiedlung des städtischen Bauhofes, die SüdOst-Tangente, die Neustrukturierung des bisherigen Bauhofareals und eine Reihe anderer Aufgaben nannte Stahl an künftigen Aufgaben.

Zudem habe man vor einiger Zeit den Jugendrat gegründet, der mit Sport- und Jugendbeauftragtem Huberth Rosner schon viel gearbeitet habe. Beispielsweise sei der „Platz der Begegnung“ vom Jugendrat angeregt worden und auch die bürokratischen Hürden wurden weitgehend vom Jugendrat selbst genommen. Huberth Rosner stellte die Bedeutung der politischen Arbeit heraus, die den Jugendlichen nahe gebracht werden müsse. „Die Jugendlichen müssen lernen Verantwortung zu übernehmen.“ Rosner selber hatte mit den Jugendlichen Fahrten nach Prag in die Bayerische Botschaft, zum Bayerischen Landtag nach München, zum Bundestag nach Berlin und auch nach La Ville du Bois unternommen.

Die bedeutsamste Aussage kam dann fast zum Ende des Abends. Bärtlein erkundigte sich nach der Motivation von Bürgermeister Franz Stahl, der dieses Amt nun in der dritten Wahlperiode ausübt und dieser erklärte: „Meine Motivation ist immer noch sehr groß. Die anstehenden Aufgaben wollen bewältigt werden, also steht einer Kandidatur 2020 eigentlich nichts entgegen!“

Quelle und ganzer Text: https://www.onetz.de/tirschenreuth/politik/talk-abend-der-tirschenreuther-csu-lockt-viele-interessierte-an-mit-schwung-und-perspektive-d1765089.html